Weder Hohe Tauern noch Karawanken und Karnische Alpen konnten den Einzug internationaler und vor allem mediterraner Spezialitäten in Kärntner Kochtöpfe verhindern.
Und das ist gut so, denn in der Vielfalt liegt die Würze. Vor allem Italiener, Franzosen und Mexikaner lassen das „Wasser im Munde zusammenlaufen“ und dem Trend gemäß wird auch hier dem „rohen Fisch hinterher gerannt“.
Für den internationalen Gast eine auf jeden Fall erfahrenswerte unbekannte Schönheit ist die Kärntner Hausmannskost. Sprachliche Barrieren und fremd anmutende Rezepturen mögen als Ursache für entgangene Gaumenfreuden gelten.
Aber „Schmankalan“ aus Omas Kochbuch, die über Generationen weitergegeben wurden, sollte man sich nicht entgehen lassen.
Kärntner „Kasnudl“ sind, wenn man so will, das Flaggschiff heimischer Küche und haben mit der gemeinen italienischen Nudel schon gar nichts gemeinsam. Gehackte Zwiebel anschwitzen lassen, mit Bröseltopfen vermengen, gepresste Kartoffeln dazu, mit Salz gehackter Kerbel und Minze abschmecken und kleine Kugeln formen. Mehl, Wasser, Öl, Ei, Salz und zerlassene Butter werden zu einem geschmeidigen Teig verarbeitet, ca. 1/2 Stunde rasten lassen, dann ausrollen und Kugeln draufsetzen, einschlagen, ausstechen und „abkrendeln“. In Salzwasser kochen und mit brauner Butter – für den Nussgeschmack – servieren, rät das Kärntner Kochbuch.
