Burgbau Friesach

Das historische Handwerks Experiment

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Der Burgbau zu Friesach ist in sich außergewöhnlich: Auf einem Berghügel südlich der mittelalterlichen Stadt Friesach wird eine Höhenburg mit dem Handwerkswissen aus längst vergangener Zeit gebaut.

Im Zentrum des Interesses steht der Prozess des Bauens, ohne Zuhilfenahme moderner Gerätschaften. Nur durch tradiertes, handwerkliches Können der Beteiligten, unterstützt von kräftigen Noriker-Pferden, entsteht in einer Bauzeit von zirka 40 Jahren eine Burganlage mit zwei Türmen, Palas, Ringmauern und Kapelle.
Die Baustelle ist ein „Geschichtelabor“. Die BesucherInnen können den HandwerkerInnen bei ihren mühsamen Tätigkeiten zusehen, verloren geglaubtes Wissen wiederentdecken und so ein Stück Vergangenheit hautnah erfahren. Sie erleben mittelalterlichen Alltag, tauchen ein in die Welt des europäischen Mittelalters, treten heraus aus dem gewohnten und beengenden Zeitschema und hinein in eine „verzögerte Zeit“. Und sie bestaunen das zeitgenössische mittelalterliche Handwerk, das ohne technische Hilfsmittel auszukommen gewohnt war. Der Besucher „erlebt“ den authentischen Arbeitstag auf einer mittelalterlichen Baustelle als Zeit der Ruhe und Beschaulichkeit.