Haubenköche am Wörthersee: Richard Hessl – La Terrasse Schloss Seefels

"Rede nicht über ungelegte Eier, zeige die, die schon gelegt sind!"

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Das schöne Hotel Schloss Seefels ist direkt am Wörthersee gelegen, wo man sich auf höchstem Niveau in erster Reihe fußfrei kulinarisch verwöhnen lassen darf.

Heute sind wir bei Heinrich Hessl zu Gast und dürfen in den Geschmack seiner außergewöhnlichen Küche eintauchen. Heimische Produkte vereint auf einem Teller, der begeistert und fasziniert. Eine Komposition aus vielen kleinen Elementen. Das Ergebnis: Eine großartige Vorspeise, bestehend aus einer Pörtschacher Goldforelle, Topinambur und eigenem Caviar. Die Krönung- knusprige Topinamburhaut! Der Haubenkoch verrät uns dieses erstklassige Rezept sogar zu Hause.

Nicht nur zu den See.Ess.Spielen, sondern rund ums Jahr bietet der gebürtige Oberösterreicher spektakuläre Menüs.

„Sommer, Sonne, Urlaub und viel Arbeit“, das verbindet der Haubenkoch mit dem Wörthersee und findet es wichtig, dass auf eine sehr hohe Haubendichte rund um den See aufmerksam gemacht wird. „Jetzt wird es dank der SEE.ESS.SPIELE genutzt und nach außen getragen“.

Heimische Produkte aus der Region von lokalen Anbietern, wie Bauern, Gärtnereien und Fischern, stehen ganz im Vordergrund des kulinarischen Gourmetfestivals.

Schon als 10-jähriges Kind war für Hessl eines klar- er wird Koch und nichts und niemand konnte ihn davon abbringen. Als er volljährig war, eroberte er die verschiedensten Länder und Küchen dieser Welt. Ja, er verbrachte sogar 2 Jahre in Singapore als Chefkoch auf einem Kreuzfahrtschiff.

Obwohl er viel Zeit im Ausland verbrachte, blieben Kindheitserinnerungen, wie Hascheeknödeln mit Sauerkraut und Fleischlaberl mit Erdäpfelpüree, stetige Begleiter und gerieten nicht in Vergessenheit.

Nun ist er seit 11 Jahren gemeinsam mit seinem Team der kulinarische Repräsentant des Restaurants Seefels, einem gediegenen 5-Sterne-Betrieb. Das Schöne am Kochen beschreibt Hessl so: „Man ist kreativ und macht anderen Menschen eine Freude“. Auf die Frage „Kann man Kochen lernen?“ antwortet der Chef: „Kochen ist ein Handwerk. Ja, bis zu einem bestimmten Grad kann man kochen lernen, aber Talent gehört natürlich auch dazu.“ Seine Formel lautet:„90% harte Arbeit, 10% Talent“.

Was der sympathische Sternekoch noch verraten hat? Könnt ihr hier lesen:

Was macht einen guten Koch aus?„Das kann man so einfach nicht sagen“, gesteht Hessl, „das ergibt die Mischung. Es gibt super Köche, die sind absolute Psychopaten in der Küche, da fliegen die Messer,Pfannen und Teller und manchmal auch Gäste aus der Küche, und trotzdem kochen sie genial. Trotzdem würde ich nicht bei solch einem Kollegen kochen wollen. Ich bin da eher der ruhige, besonnener Typ.“

Was gehört zu einen guten Essen? „Ein guter Wein und ein toller Gesprächspartner.“

Auf welche Werkzeuge können Sie nicht verzichten? „Meine Messer und ein Brett, Töpfe und Pfannen sind vielleicht auch nicht schlecht.“

Pressen Sie beispielsweise eine Zitrone per Hand oder Maschine aus? „Per Hand.“

Geht auch mal was in der Küche daneben? „Immer wieder, wir sind Menschen und da dürfen Fehler passieren, nur nicht zu viele.“

Gibt es ein Gericht/Gerichte/Zutaten, mit denen Sie eher nicht kochen wollen? „Insekten sind für mich ein no go.“

Was ist die wichtigste Zutat in Ihrer Küche? „Liebe, ohne der läuft nichts.“

Haben Jahreszeiten und Saisonen eine bedeutende Rolle in Ihrer Küche? „Wir schreiben alle 4-6 Wochen eine neue Karte, damit wir da immer aktuell sind.“

Welches Land ist ein kulinarisches Highlight? „China.“

Gehen Sie selbst gerne „gut“ essen? (Was bevorzugen Sie: Sterneküche oder Street Food?)„Ja wenn ich Zeit habe, Ich probiere alles aus.“

Wenn Sie ein Restaurant betreten, auf was schauen Sie zuerst? Was nehmen Sie zuerst wahr?„Ob mich jemand freundlich und herzlich empfängt.“

Wen würden Sie empfehlen? „Hier bei uns auf jeden Fall Hubert Wallner im Bad Saag und das Carame mit Thomas Guggenberger, beides sehr gute Freunde.“

Wer ist ihr Vorbild in der Küche? „Sehr prägend für mich waren mein erster Küchenchef, Gerold Scheucher, dann Chritian Petz, der mir auch noch ermöglichte für 2 Woche bei Eckard Witzigmann, der eine sehr große Vorbildwirkung für mich hat, zu arbeiten.“

Auf die Frage, ob Maschinen eines Tages besser kochen würden als Menschen, antwortet Hessel mit: „Ich hoffe und glaube es nicht- aber man kann nie wissen.“ – „Man muss jedoch immer am Ball bleiben, es gibt stets markante Entwicklungen“ . Rezepte entstehen bei Hessel „aus dem Bauch heraus“. „Der Geschmack muss passen.“

Was halten Sie von „kulinarischen Trends“? „Absolut nichts“, antwortet Hessel. „Das sind Erscheinungen unserer Wohlstands-Gesellschaft“.

Mit dem kann man nur übereinstimmen. Es ist wichtig, auf sich selbst zu hören und das zu essen, was einem gut tut und vor allem Spaß macht!

Texte und Bilder: www.storiesonaplate.com