Alfred, der sportliche Naturliebhaber

Alfred Netrval

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Der „Trailmaniak“ der ersten Stunde ist als Guide unermüdlich auf den Wanderwegen, Mountainbiketrails, Radwegen und Laufstrecken rund um den Wörthersee unterwegs und hat viele davon selbst erschlossen.

Hallo Alfred, verrat uns doch bitte dein Geheimnis, wo nimmst du die ganze Energie her?

Alfred Netrval: Die krieg ich direkt vom See, allerdings wird sie nicht geliefert, sondern man muss sie holen gehen, die See-Energie. Ich erwandere mir viel von meiner Energie am Wörthersee Rundwanderweg, der durch die waldreichen Natur- und Landschaftsschutzgebiete an den Ufern führt. Den kann man auch leicht in Teilstücken absolvieren und jeder in dem Tempo, das ihm zusagt.

Geht das auch mit Kindern?

Alfred Netrval: Absolut! Der Wanderweg „W 17 Forstseerunde“ zum Beispiel ist ideal für Familien. Mitten in der Natur und trotzdem leicht zu begehen. Am Südufer des Forstsees wird’s aber doch ein wenig abenteuerlich mit vielen Wurzeln und malerischen Aussichten. Da haben die Kinder ihren Spaß.

Alfred liebt am Wörthersee: „Das kristallklare Wasser, das zu vielen Sport- aber auch zur Erholung einlädt und die Landschaft rundherum, in der ich bei ausgedehnten Wanderungen wieder Kraft und Energie tanken kann.“

Hast du eine Lieblingsjahreszeit am See?

Alfred Netrval: Ja, alle! Im Herbst laden mich die bestens beschilderten Wanderwege zum Wandern ein, im Frühling kann ich auf den vielen Rad- und Mountainbikestrecken meine Runden drehen, im Winter locken die lauschigen Adventmärkte in Velden, Pörtschach und am Pyramidenkogel und im Sommer kühl ich mich am Tag im See ab und genieße am Abend ein Glas Wein mit Freunden.

Ok, das sind natürlich die Wörthersee-Klassiker, aber verrat uns doch wo dein ganz persönlicher Kraftort liegt.

Alfred Netrval: Ok, ok. Einer meiner geheimen Kraftorte liegt nicht direkt am Wörthersee, aber doch in der Wörthersee Region und muss „erwandert“ werden, um seine Kräfte zu erwecken: der „KATHREINKOGEL“. Er liegt in der Gemeinde Schiefling. Urgeschichtliche und römische Ausgrabungen findet man ebenso vor wie einen herrlichen Ausblick auf die Wörthersee Region. Jetzt hab ich aber fast schon zu viel verraten.

Ach, komm Alfred, einen Tipp noch, bitte!

Alfred Netrval: Na meinetwegen! Aber bitte wirklich nicht weitersagen! Nur für Urlauber der Wörthersee Region. Dieser „Geheim Tipp“ liegt auch nahe am Südufer des Wörthersees, ist aber über das „Vier-Seen-Tal“ erreichbar. Trattnigteich heißt der idyllische und romantische Ort. Wer Ruhe und Erholung sucht, ist dort gut aufgehoben.

Und wo schläft man am besten dort in der Gegend?

Alfred Netrval: Da kann ich den Landgasthof TRATTNIG direkt am Trattnigteich wärmstens empfehlen. Da ist es dann auch nicht weit zum Pyramidenkogel mit seiner atemberaubenden Aussicht und zum Restaurant Karawankenblick an seiner Südflanke, wo man gut essen kann.

Alfreds Seefeeling: „Nach einer knackigen Abendwanderung, unterhalb des Pirker Kogels auf der Pirkhofwiese den Sonnenuntergang über Velden genießen. Da spürst du dich wieder, egal wie hart der Tag auch war.“

Was unternimmst du mit deinen Enkeln am Sonntag Nachmittag?

Alfred Netrval: Das ist ganz leicht. Wir gehen in den Reptilienzoo Happ oder ins Minimundus in Klagenfurt oder beides. Wenn die Kinder dann noch nicht müde sind, können sie sich gut am Spielplatz im Europapark, übrigens der Größte der ganzen Region, austoben.

Hast du auch einen Hoteltipp, am Ostufer?

Alfred Netrval: Ja, da würde ich das Seepark Hotel empfehlen, das liegt super und hat auch einen schönen SPA Bereich in dem man entspannen kann. Außerdem hat man es in der Gegend dann nicht weit zu einem meiner absoluten Lieblingsrestaurants. Das Restaurant Loretto am Lendspitz, direkt neben dem Schloss Loretto ist einfach ein wunderbarer Ort um köstlichen Fisch zu genießen und dabei vom gemütlichen Westbalkon in den Sonnenuntergang zu schauen. Entspannung pur.

Apropos Sonne, wo geht für dich die Sonne auf?

Alfred Netrval: Na am besten am Westende des Sees, an der Veldener Seepromenade, direkt vor’m Schloßhotel. Da gibt’s immer wieder spektakuläre Sonnenaufgänge. Da kann man dann direkt eine kleine „Wörthersee Rundfahrt“ mit dem Rad starten: Über das Vier Seental rüber nach Keutschach, Schiefling und dann über die Ostbucht, Krumpendorf und Pörtschach zurück nach Velden. Wem die Puste ausgeht, der kann auch zwischendurch mal das Schiff nehmen.

Alfreds Wörtherseemoment: „Wenn ich auf dem Aussichtsturm am Pyramidenkogel stehe und die Wörthersee Region unter mir betrachte bringt mich das immer wieder zum Staunen. Je nach Jahreszeit, Wetter und Lichteinfall ergibt sich ein völlig anderes Bild des Sees. Muss man gesehen haben!“

Auf deinen vielen Touren rund um See hast du doch sicherlich das ein oder andere kulinarische Highlight entdeckt, oder? Rück raus mit der Sprache!

Alfred Netrval: Aber gerne doch! Letztens hab ich ganz ganz köstlich im Parkhotel in Pörtschach gegessen, aber auch das Seerestaurant Werzer dort spielt alle Stückln. Auf einer Radrunde kehr ich gern mal beim Traditionsgasthof Joainig in Pörtschach ein, beim Wandern sind die Buschenschenke Lach in Schiefling am Südufer und die Buschenschenke Krainer in Krumpendorf am Ostufer meine liebsten Stopps für eine kräftigenden Jause.

Und wohin führt dich ein schneller Verdauungsspaziergang?

Alfred Netrval: Dafür gibt’s genügend wunderbare Promenaden rund um den See. In Velden, Pörtschach, Krumpendorf und Klagenfurt. Aber besonders schön ist ein Spaziergang auf die Hohe Gloriette in Pörtschach. Oben kann man mit Blick auf die Westbucht zur Musik von Johannes Brahms perfekt entspannen.

Alfred Netrval (*1945) ist „Trailmaniak“ der ersten Stunde und als Guide unermüdlich auf den Wanderwegen, Mountainbiketrails, Radwegen und Laufstrecken rund um den Wörthersee unterwegs. Viele davon hat er sogar selbst erschlossen. Wenn einer alle geheimen Kraftorte rund um den See kennt, dann er, denn schließlich muss seine unerschöpfliche Energie ja auch irgendwoher kommen.