Trendige Küche am Wörthersee: Andreas Hofmayer – Rocket ROOMS

„Nur wenn man die Liebe zum Kochen hat und Feinheiten hervorhebt, wird man 'gut' sein“.

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Vor acht Jahren verschlug es den gebürtigen Bad Kleinkirchheimer nach Velden, als er gemeinsam mit seinem Vater das Hotel Park’s übernommen hatte. Kurz darauf wurde auch das Sol Beach gegründet. Nun hat der Gastronom seit Mai 2016 ein wahres Gustostück geschaffen, welches sich durch die urbane Einrichtung, die Musik und vor allem die Speisekarte von vielen anderen unterscheidet: Den Rocket Room.

Für den Koch bedeutet der Wörthersee zum einen Lifestyle und unverwechselbares Flair, zum anderen beschreibt er Velden als das „Herz von Kärnten“, nicht nur auf Grund der geographischen Lage. „Es ist praktisch gelegen- von hier ist die Fahrzeit in alle großen Städte gleich lang“, so der Kärntner, der auch stolzer Partner der See.Ess.Spiele ist.„Ein großartiges kulinarisches Angebot wird entwickelt und nach außen getragen. Und alle sind bemüht was ‚Gscheit’s‘ zu machen“.

Wir dürfen einen Blick hinter die Kulissen werfen und mit Andreas gemeinsam einen richtig krassen Burger, und zwar den „Bad Ass Burger“ zubereiten. In seiner Küche geht es schnell und unkompliziert zu. „Lässig muss es sein“ – und keine Hauben Küche – ganz nach dem Motto „Sharing is Caring“. Der Fokus liegt nicht allein auf Kulinarik. Hofmayer ist es wichtig, ein urbanes Feeling nach Velden zu bringen. Gastkoch wird es während der See.Ess.Spiele bei Hofmayer keinen geben. „Ich möchte all meine kulinarischen Eindrücke von Reisen selbst auf der Karte präsentieren“. Es bleibt also weiterhin spannend.

Kochen stand bei dem Gastronomen zunächst nicht im Vordergrund. Er absolvierte das Gymnasium und daraufhin die Uni. Gekocht wurde immer nur privat. Auf die Frage, welches Gericht er mit seiner Kindheit assoziiert, antwortet Hofmayer: „Pommes“. Als Kind von Hoteliers war es für ihn eine wahre Besonderheit, ab und zu in den Genuss des heute „normalen“ Snacks zu kommen. Somit definiert er dieses „Gericht“ als DAS „kulinarische Highlight“ seiner Kindheit.

Kochen mag gelernt sein, bei der Umsetzung selbst gibt es jedoch zahlreiche Varianten. Einen guten Koch beschreibt Hofmayer wie folgt: „Nur wenn man die Liebe zum Kochen hat und Feinheiten hervorhebt, wird man ‚gut‘ sein“. Wenn man es nur macht, um es machen zu müssen, werden sich die Ergebnisse drastisch von den mit Liebe und Feingefühl geschaffenen unterscheiden.“

Wollt ihr mehr über den sympathischen Koch erfahren, wissen, wo seine Lieblingsrestaurants sind und was er von einer „Revolutionierung der Küche“ hält – dann lest unbedingt weiter, denn wir haben ihm noch ein paar spannende Fragen gestellt.

Was gehört zu einem guten Essen? „Nette Gesellschaft und ein sensationelles Dessert.“

Auf welche Werkzeuge können Sie nicht verzichten? „Extrem scharfes Messer.“

Gibt es Zutaten, die Sie selbst nicht essen und mit denen Sie nicht kochen wollen? „Grundsätzlich schlechte Produkte.“

Haben Jahreszeiten eine bedeutende Rolle in Ihrer Küche? „Auf Grund der internationalen Basis spielt die Rolle von Saisonen in der ,Urban Kitchen‘ keine wesentliche Rolle.“

Wie würden Sie Ihr Restaurant in einem Wort beschreiben? „Atmosphäre, wie man sie nur in einer Großstadt erwarten würde.“

Welche Länder sind kulinarische Highlights? „Shanghai (unendlich viele Eindrücke), New York, Amsterdam, London, Kopenhagen.“

Gehen Sie selbst gerne „gut“ essen? (Was bevorzugen Sie: Sterneküche oder Street Food?) „Street Food.“

Wenn Sie ein Restaurant betreten, auf was schauen Sie zuerst? Was nehmen Sie zuerst wahr? „Den Boden, ob dieser auch sauber ist.“

Wen würden Sie empfehlen? „Rosé (Wörthersee- sensationeller Gastgeber) | International: Osteria Francescana (Modena), Schloss Aigen (Salzburg) Tantris (München, sehr beeindruckend). Einfach gut essen kann man bei uns: Kutsche | Pizza: Leopoldo“.

Glauben Sie, dass Maschinen eines Tages besser kochen als Menschen? „Besser!? Der Mensch steht immer ganz oben. Jedoch bin ich der Meinung, dass Maschinen in Mainstream Küchen besser kochen als wir Menschen.

Woher bekommen Sie Inspirationen für Rezepte? „Durch Kochbücher, andere Lokale, Reisen und Gespräche.“

Was halten Sie von „kulinarischen Trends“? „Grundsätzlich sind diese wichtig, um Bewusstsein zu schärfen. Es braucht jedoch einen gesunden Mix.“

Fotos für Instagram während dem Essen? Ja oder Nein? „MANCHMAL ganz lustig, aber eher nein.“

Sind Sie zufrieden? Was bedeutet für Sie „Reichtum“? „Wenn du keine Uhr mehr brauchst und die Zeit für dich kein einschränkendes Medium mehr ist.“

Texte und Bilder: www.storiesonaplate.com