Spielplatz für alle Fälle

  • © Casino Velden
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Es war die Zeit, als der Tourismus wieder langsam auf Touren kam und der internationale Jetset den Wörthersee entdeckte. In den 1950er-Jahren gaben sich die Repräsentanten des eruopäischen Hochadels, der Finanzwelt, aber auch Spitzenpolitiker, Sänger und Künstler im Sommer ein Stelldichein in Velden. „Schnelle Boote und eine Handvoll toller Kerle waren der Zündstoff, um jenen schlummernden Bergsee in den Olymp der reinen Lebensfreude zu katapultieren“, beschrieb Gunter Sachs, deutscher Großindustrieller mit dem „Adelsprädikat“ Playboy das damalige Lebensgefühl.

Kein Wunder, dass bei so viel internationaler Klientel auch schnell der Ruf nach einer „Spielstätte“ laut wurde. Am 14. Juli 1950 wurde das damals insgesamt fünfte Casino in Österreich eröffnet. Nur wenige Meter vom heutigen Standort entfernt.
Zuerst in einem eher provisorischen Holzgebäude am Ufer des späteren Casinobades, ehe es noch vor Weihnachten des gleichen Jahres in die adaptierten Frühstücksräume des Hotel Bulfons übersiedelte.

Es war damals schon ein Haus, um sein Glück im Spiel zu wagen, aber auch und vor allem Treffpunkt für die Reichen und die Schönen. Erst in den 1970er-Jahren und mit den ersten Ansätzen von Massentourismus öffneten sich auch die Casinotüren für eine breitere Publikumsschicht. Unter anderem mit zwei Spieltischen, die unter freiem Himmel aufgestellt waren. Auch insgesamt wurde das Spielangebot vielfältiger, Vernissagen und andere Veranstaltungen brachten deutlich mehr Besucher.

Am 26. Mai 1989 wurde dann die großzügige, neue Anlage am heutigen Standort am Corso eröffnet. Der Tiroler Architekt Michael Prachensky lässt in der Pavillon-Bauweise die drei Kulturkreise des Alpe-Adria-Raumes widerspiegeln. 
Das mit seinen unterschiedlichen Baustilen perfekt in das kleinstädtische Ortsbild der Marktgemeinde integrierte Areal erstreckt sich mit dem casinoeigenen Seebad und der Bootsmarina bis an die Wörtherseebucht. Das multifunktionelle Veranstaltungs- und Kongresszentrum, das 2006 noch einmal erweitert wurde, bietet ein herausragendes Veranstaltungserlebnis.

Nach dem pandemiebedingten „Rien ne va plus“ will man sich nun wieder langsam an die Spitzenwerte vor Corona herantasten - mit 300 Belegstagen und insgesamt 270.000 Gästen jährlich im Casino- und Veranstaltungsbereich.