Martin Eisenkölbl

  • Martin Eisenkölbl
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Werzer's Resort Pörtschach



Gibt es etwas in Ihrer Jugend, jemand in der Familie, ein Ereignis etc, das Sie veranlasst hat Koch zu werden?

Der Weg in die Gastronomie hat sich für mich schon früh abgezeichnet. Es waren sowohl meine Mutter als auch Oma, die mich hier stark geprägt und meine Entscheidung beeinflusst haben – obzwar mein Wunschberuf erst noch im Service lag. Nach erfolgreicher Absolvierung der Doppellehre, habe ich mich dann aber doch für eine Laufbahn in der Küche entschieden, da ich hier wesentlich mehr Möglichkeiten der Entfaltung und Kreativität für mich entdeckt habe.

 

Was würden Sie nie kochen oder als Zutat verwenden?

Prinzipiell bin ich der Meinung, dass jedes Lebensmittel und jede Zutat eine Chance verdient haben. Von Vornhinein ausschließen würde ich daher nichts, wenngleich sich bei mir ein großer Widerwillen bei diesen pseudo-veganen Schnitzeln oder faschierten Laibchen regt. Ich finde, es gibt so viele gute Möglichkeiten fleischlos bzw. auch vegan zu kochen, da braucht es keine Produkte, die vorgeben, etwas anderes zu sein.

 

Wofür brennen Sie am meisten (gibt es eine besondere Leidenschaft beim Kochen)?

Kochen ist für mich allein schon pure Leidenschaft. Eine besondere Leidenschaft hege ich dabei aber auf jeden Fall für regionale Produkte, frische Zutaten und vor allem heimischen Fisch. Ich finde, dass wir in Österreich eine solch bunte Palette an verschiedenen Produkten haben, dass der Rückgriff auf Import-Ware quasi unnötig ist. Man hat so viele Möglichkeiten, mit heimischer Ware moderne und in ihrer Aromatik unerwartete Gerichte zu zaubern – das sollte man auch mehr nutzen.

 

Wie finden Sie Ihren Ausgleich?

Meinen Ausgleich finde ich in erster Linie in der Natur. Beim Angeln in naturbelassenen Gewässern, Bogenschießen oder Spazieren gehen, kann ich einerseits abschalten und den doch sehr stressigen Berufs-Alltag etwas vergessen, andererseits dient mir die Natur aber immer auch als Inspiration. Außerdem genieße ich es ungemein, bekocht zu werden oder gut Essen zu gehen. Ich glaube als Koch ist man immer froh, wenn man in seiner Freizeit den Kochlöffel auch mal liegen lassen kann.

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