Natürlich Drau

  • © Christian, Reiner

Fährt man von Velden in Richtung Ludmannsdorf, so kommt man nach etwa zehn Minuten in die Ortschaft St. Egyden. Dort, unter der Kirche, biegt man rechts in Richtung Treffen/Trebinja ab. Im Ort scheint die Zeit stehengeblieben zu sein.
Wie eine Filmkulisse schmiegen sich uralte Bauernhäuser an den Südhang. Pavle Kernjak, der berühmte kärntnerslowenische Komponist, hat in diesem Dorf gelebt. Von Treffen aus kann man zur kleinen Humitz-Bergkirche wandern, die ihren Namen vom slowenischen „hum“ ableitet und somit „kleiner Hügel“ bedeutet. Seit 1660 ist sie als Wallfahrtskirche der Muttergottes geweiht. Die Aussicht auf das ganze Rosental und die Karawanken ist prächtig. Auch ein Spaziergang direkt an der Drau bis zum Treffner Hafen lohnt sich hier. Was Sie auf den Feldern sehen, können Sie auch erwerben: Beim Mischkulnig und am Irgelehof werden ab Hof Kartoffeln verkauft.

Zikkurat Drauwelle

  • Jörg Schmöe
    © Jörg Schmöe

Eine gräserne Schnecke, die sich aus dem Wasser windet und zu einem kunstvollen Hügel zusammenrollt. Dahinter ein natürlicher Damm in Form einer Wellenkette, der im Sommer von Schafen beweidet wird: Die Zikkurat-Drauwelle bei Selkach ist eine echte Augenweide und ein phantastischer Aussichtspunkt. Hinter der malerischen Kulisse verbirgt sich ein beeindruckendes Kunstwerk, aber auch ein wertvolles Naturschutz-Projekt. Aus dem Material von Stauraumbaggerungen, die vom Stromerzeuger VERBUND aus Gründen der Hochwassersicherheit durchgeführt wurden, gestalteten die Künstler Edmund Hoke, Tomas Hoke und Armin Guerino ein Land-Art-Projekt. In den angrenzenden Wasserzonen wurden Biotope geschaffen, die einer Vielzahl von Fischen, Vögeln und Amphibien wertvollen Lebensraum bieten.
Der „Zikkurat“ – der Name stammt von turmartigen sumerischen Tempeln – lädt mit Sitzgelegenheiten, einem Grillplatz und einer Panorama-Infotafel zum Verweilen ein. Tipp: Erklimmen Sie die Zikkurat-Drauwelle und werfen Sie einen Blick in die „Gipfel- Pfütze“: Sie wird von einem Windrad am Ufer des Stausees mit frischem Wasser gespeist und dient als natürlicher Spiegel für die majestätischen Karawanken.

 

Selkach

Der 108 Einwohner zählende Ort liegt idyllisch zwischen den sanften Hängen des Sattnitzgebirges und der Drau. Um die alte Kirche gruppieren sich alte Höfe, etliche davon mit viel Stil restauriert und modernisiert. Darunter auch der Weber Hof (Činkman) mit seinem modernen “Hoflodn”. Christiane und Mirko Weber sind die ersten Kärntner Spargelbauern im Rosental. Der aromatische Rosentaler Spargel wird von Hand geerntet und ist ab Ende April frisch erhältlich. Ab Juni kann man selbst Erdbeeren ernten, Knoblauch gibt es ab September, andere Spezialitäten ganzjährig. www.weber-hof.at

 

Die Selkacher Draubrücke ist ein großartiger Fotostop. Auf der anderen Drauseite warten Köstlichkeiten auf Sie. Fahren Sie über die Brücke, biegen Sie dann rechts ab und nach etwa einem Kilometer nochmals rechts über eine weniger schöne, moderne Brücke, in den Ortsteil Feistritz/St. Jakob. Dort, direkt am Drau-Radweg, liegt der Biohof Baumgartner-Ibounik. Der beliebte Selbstbedienungs-Hofladen vertreibt ausschließlich Bio-Produkte: Fleisch aus eigener Erzeugung, aber auch Milchprodukte, Obst, Gemüse und diverse andere Erzeugnisse aus der Region. › www.franzbaumgartner.at.

Im nahe gelegenen Biogarten von Christian Hermann kann man nicht nur Biogemüse und Kräuter, sondern auch gleich die Pflanzen kaufen.

www.biogarten.at

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